IBL-Länderkampf in Konstanz: Ergebnisse und Ehrungen

Liebe Sportfreunde,

ein toller Länderkampf in Konstanz ist zu Ende, Gesamtsieger wurde die Ostschweiz Athletics. Herzlichen Glückwunsch !

Die Ergebnisse sind bereits online veröffentlicht, auch sind die ersten Links zu Bildern vom Wettkampf online.

Im Rahmen des Länderkampfs fanden auch 2 Ehrungen statt:

Dolf Klein aus dem Allgäu wurde für seine Jahrzehntelange Mitarbeit in der IBL vom Präsidenten Bernd van Betternay gedankt und in seiner Ruhestand als Sportfunktionär verabschiedet.

Des Weiteren wurde ein weiterer Allgäuer mit der goldenen IBL-Nadel geehrt: Hans-Peter Kiechle, der zuletzt wieder sein organisatorisches Können im Wettkampfbüro beim IBL-Länderkampf in Lindau unter Beweis gestellt hat.

IBL-Länderkampf in Konstanz

Pressedienst des Badischen Leichtathletikverbandes                    Karlsruhe, 7. Mai 2018

Langes Meisterschaftswochenende in Konstanz

Leichtathletikvergnügen pur gibt’s vom 10. bis 13. Juni in Konstanz zu sehen. Gleich drei Meisterschaften werden am Himmelfahrtswochenende im Bodenseestadion ausgetragen.

Baden-Württembergische Staffel-Meisterschaften

Auftaktveranstaltung sind die Baden-Württembergischen Staffel-Meisterschaften am Donnerstag. Rund 90 Staffeln der Jugend U16 bis Aktive gehen über 4x100m, 4x400m sowie 3x800m und 3x1000m an den Start. Ab der Jugend U18 geht es um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. In der Jugend U14 werden die jeweiligen Verbandsmeisterschaften Baden und Württemberg ausgetragen. Vom TV Konstanz gehen sechs Staffeln an den Start. Wettkampfbeginn ist um 11.00 Uhr. Der derzeit erfolgreichste deutsche Langstreckenläufer Richard Ringer, VfB LC Friedrichshafen, wird um 14.20 Uhr über 3x1000m zu sehen sein.

Internationaler Länderkampf

Ein internationales Teilnehmerfeld aus den Anrainern des Bodensees trifft sich am Samstag zum Länderkampf der Internationalen Bodensee-Leichtathletik (IBL). Von jedem der sechs Bezirken, Kantonen und Ländern gehen bis zu drei Athleten pro Disziplin an den Start. Der beste Athlet holt dabei Punkte für sein Land. Insgesamt sind 250 Athleten gemeldet, darunter die Junioreneuropameisterin über 400m Hürden Jasmin Giger (NET Sport-Club Amriswil) und der Senioren-Hallenweltmeister im Speerwurf Jens Kresalek (PTSV Konstanz). Wettkampfbeginn ist um 11.15 Uhr. Im Rahmen der Veranstaltung wird die neue Laufbahn des Stadions offiziell dem Sport übergeben.

Mannschaftsmehrkämpfe zum Abschluss

Mit dem Badischen Finale der Mannschaftsmehrkämpfe wird am Sonntag die dritte Veranstaltung des Wochenendes im Bodenseestadion ausgerichtet. Aus 16 Vereinen des Badischen Leichtathletik-Verbandes gehen rund 200 Teilnehmer aller Altersklasse von Jugend U18 bis Senioren Altersklasse 70 an den Start. Wettkampfbeginn ist um 11.00 Uhr.

Der IBL Länderkampf wird von den Vereinen des Leichtathletikbezirks Hegau-Bodensee ausgerichtet. Die Wettkämpfe am Donnerstag und Sonntag richtet der TV Konstanz mit Unterstützung des Badischen Leichtathletik-Verbandes aus. Rund 80 Kampfrichter und Helfer vom sind am Wochenende unter der Leitung von Britta Petersen und Daniel Sommerhalter im Einsatz. Der Eintritt ist frei, Verpflegung wird angeboten.

 

 

Ansprechpartner

BLV-Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit

Patrick Hermann

Telefon: 0174 1925354

hermann@blv-online.de

Örtliche Wettkampfleitung

Britta Petersen

Telefon: 0174 5282326

kampfrichterwartin@la-hegau-bodensee.de

Badischer Leichtathletik-Verband e.V.

■ Am Fächerbad 5 ■ 76131 Karlsruhe ■ Tel 0721-183850 ■ Fax 0721-1838520

News zum Länderkampf in Konstanz

Liebe Sportfreunde,

unter der Rubrik Termine finden Sie die Ausschreibung und den Zeitplan für den LK am 12.5. in Konstanz sowie das Excel-Meldeformular für die Nicht-Deutschen Mannschaften, die Deutschen Mannschaften melden bitte über LADV und mailen bitte die Meldeliste.

Bericht vom IBL Wochenende in Liechtenstein 28/29.10.2017

Eine kleine Schar des IBL Vorstandes mit Partnern traf sich am Samstag bei wunderschönen Herbstwetter in der kleinsten Gemeinde des Fürstentums (3,6 km² / 1080 EW) auf der Anhöhe des Schellenbergs, mitten im Liechtensteiner Unterland zum diesjährigen Herbsttreffen. Silfriede Marxer als Organisatorin hatte eingeladen. In der alteingesessenen Krone im Mittleren Schellenberg, gegenüber dem Frauenkloster und Bischofssitz, waren alle um die Mittagszeit eingetroffen, zu Quartierbezug und kleinem Mittagessen mit erstem Gedankenaustausch in freundschaftlicher Runde.

Ab 14.00 Uhr waren wir dann mit einem kompetenten Führer in den herbstlichen Wäldern und Wiese des Eschner Berges unterwegs und erfuhren viel über die Geschichte der Gegend und des Fürstentums, dass in 2 Jahren das Jubiläum 300 Jahre feiert. Die Herrschaft Schellenberg ist bereits seit 1699 im Besitz des Fürstenhauses und wurde dann mit der später erworbenen Grafschaft Vaduz zum Fürstentum.

Die ältesten Siedlungsspuren auf dem ehemaligen Inselberg im Rheintalsee sind bereits 7000 Jahre alt. Die Gletscherschmelze hat auf dem Bergrücken auch zahlreiche Findlinge aus Graubünden hinterlassen. Um 1200 herum ist der Baubeginn der Wohntürme der unteren und oberen Burg anzusetzen, die dann weiter ausgebaut wurden. Die Ruine der oberen Burg mit ihren mächtigen Mauerresten, besuchten wir auf unserem Rundgang – heute finden hier MusikVeranstaltungen, Jugendlager oder Grillfeste statt. Viele der Ruinensteine fanden auch als Baumaterial Wiederverwendung, vor allem beim Bau des Frauenklosters um 1850 herum. Vermutlich fielen die Burgen Anfang 1400 den Appenzeller Kriegen zum Opfer und wurden nicht mehr aufgebaut und bewohnt. Erst in den letzten 50 Jahren wurden sie archäologisch untersucht, vom überwuchernden Wald befreit, konserviert und zugänglich gemacht.

Auf unserem Rundgang öffnete sich der Blick zuerst nach Osten, über die Gemeinden Mauren, Nendeln und Planken hinweg auf den Bergstock der Drei Schwestern und des Fürstensteiges mit seinen Gipfeln, aber auch bis nach Schaan. Nach der Burg kamen wir an einen schönen Aussichtspunkt über einer steil abfallenden Felswand. Unter uns bereits Vorarlberger Gebiet und einen schönen Blick nach Feldkirch mit der Schattenburg und über die Letze in das Walgau, im Hintergrund die frisch verschneite Rote Wand über dem Großen Walsertal, das 2003 unser Treffen beherbergte und weiter rechts schneeweiße Gipfel aus dem Arlberg und Verwall. Als schöne Überraschung hatten Feen oder Heinzelmännchen hier eine Kühlbox mit feinem Wein im Gebüsch versteckt, der uns erfrischte und Schwung zum weiter gehen brachte. Über Wurzeln und Stufen ging es abwärts und es kam die Ruine Tosters ins Blickfeld, weit dahinter Göfis, Laterns und Übersaxen in Vorarlberg. Stets mit neuen Informationen über Straßenverkehr, Eisenbahn, Geschichte und sonstigen Entwicklungen Liechtensteins wartete unser Führer auf. Das nächste Wegstück legten wir zum Teil auf Österreichischem Gebiet zurück, da die Staatsgrenze ein Stück mitten auf dem Weg verlief. So erreichten wir den Hinteren Schellenberg, wo nun der Blick über das Rheintal schweifte und über den westlichsten Punkt Österreichs. Gegenüber aufragend der Hohe Kasten mit seinem Sender, die vielen Schweizer Gemeinden des St. Galler Rheintales, des Appenzells und des Vorarlberger Oberlandes. Zu unseren Füßen das Ried in der Rheinebene (großteils Naturschutzgebiet mit Millionen von Iris, die es Anfang Mai in ein blaues Meer verwandeln).

Hier gab es auch wieder eine besondere Geschichte: Am 30.April 1945 standen des Nachts plötzlich 500 russische Soldaten zwischen den Häusern vom hinteren Schellenberg, der direkt an der österreichischen Grenze liegt. Sie hatten für Hitler gekämpft und waren nun in ein neutrales Land geflohen um nicht in die Sowjetunion zurück zu müssen, wo ihnen Ungemütliches drohte – sie wurden entwaffnet und interniert, die meisten wanderten später nach Argentinien aus.

Nach Besichtigung der Kapelle, ging es entlang eines tollen, neu gerichteten Vita Parcours zum schönen Sportplatz der Gemeinde und weiter retour bis in das Gemeindezentrum, wo wir noch die unter Denkmalschutz stehende besondere Neue Pfarrkirche besichtigten, die 1963 während des Konzils vollendet wurde. Daneben steht das Frauenkloster der Schwestern zum kostbaren Blut, das 1858 gegründet wurde. Seit 1868 wird hier durchgehend das kostbare Blut angebetet, im stündlichen Wechsel von jeweils 2 Schwestern. Derzeit gehören 32 Schwestern der Gemeinschaft an.

Den Abend verbrachten wir bei köstlichem Essen und guten Gesprächen im weitum bekannten Gasthaus Löwen im Hinteren Schellenberg, die Konsumation wurde großzügiger Weise vom Liechtensteinischen LA Verband übernommen.

Nach einem gemütlichen Frühstück am Sonntag, besichtigten wir noch das älteste Haus am Schellenberg – das Biedermann Haus. Das Holz des Hauses stammt von 1500. Das Haus wurde mehrfach versetzt, zuletzt 1993 an den heutigen Standort, wo es als Außenstelle des Liechtensteiner Landesmuseum fungiert. Alle Balken tragen heute ein kleines Nummernschild vom Abbruch und Aufbau, aber auch uralte eingeschlagene römische Zahlen, die von den früheren Umsetzungen stammen. Die Balken werden von 500 Jahre alten Eichenkeilen zusammengehalten, nicht von Nägeln, daher war es auch auf- und abbaubar. Die Einrichtung des Hauses ist von Anfang 1900 und weckte in den Teilnehmern viele Jugenderinnerungen an das eigene Elternhaus oder bei den Großeltern in Küche und Keller sowie vielen anderen Gegenständen. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen im Gasthof Löwen in Bendern, ehe es dann nach herzlicher Verabschiedung in verschiedenen Richtungen wieder nach Hause ging.

Ja das Fürstentum hat sich stark gewandelt in den 300 Jahren – vom armen Bauernland in ein wohlhabendes Industrieland mit fast gleichviel Arbeitsplätzen wie Einwohnern (37.000 / 38.000), davon 20.000 (mehr als die Hälfte) Einpendler aus Schweiz (10.800), Österreich (8.400) und Deutschland (800). Kein Wunder dass das Verkehrsaufkommen recht groß ist. 34 % der Bewohner sind Ausländer, das Durchschnittseinkommen beträgt brutto 6.400 Franken, der Lebensstandard entsprechend hoch.

Ein großes Danke an Silfriede für die Organisation und die Gastfreundschaft.

Die beeindruckten Gerd und Eva Kremmel (Vorarlberg)

Weitere Teilnehmer: Bernd van Betteraey, Dolf und Lore Klein, Annelies Sonderegger, Marianne und Hanspeter Kreis, Silfriede Marxer.

Bernd – Silfriede – Eva – Gerd – Hanspeter – Marianne – Annelies – Dolf – Lore

Weitere Bilder von Dolf Klein finden sich hier